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Monday 21st of August 2017
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In der T├╝rkei droht 1300 Fl├╝chtlingen die Abschiebung und Tod

In der T├╝rkei droht 1300 Fl├╝chtlingen die Abschiebung und Tod

Bei den Fl├╝chtlingen handelt es sich um Kurdinnen und Kurden aus dem┬á Iran. Sie haben zunächst wegen Repression und politischer Verfolgung┬á in der kurdischen Region des Nordirak Zuflucht gesucht und dort vom UN-Fl├╝chtlingskommissariat(UNHCR) den Fl├╝chtlingsstatus zuerkannt bekommen.

Als ab 2002 die Vorzeichen eines Krieges im Irak immer deutlicher wurden, schloss der UNHCR sein B├╝ro im Nordirak. Daraufhin verließen zahlreiche iranische Fl├╝chtlinge, Frauen, Männer und Kinder wegen akuter Lebensgefahr den Irak in Richtung T├╝rkei. Sie sind seither auf dem Weg zu einem Ort, an dem sie Schutz finden.

Derzeit sind sie

 in der ostanatolischen Stadt Van untergekommen.

Im Moment fehlt eine Erneuerung des Fl├╝chtlingsstatus f├╝r die Betroffenen durch das UNCHR. Dadurch wird ihre Weiterwanderung blockiert. Auch seitens der t├╝rkische Regierung bleibt die Anerkennung des Fl├╝chtlingsstatus verwährt.

Somit haben sowohl t├╝rkische Regierung als auch UNHCR das Schicksal dieser Menschen aufs Spiel gesetzt.

Nach telefonischen Berichten der Fl├╝chtlinge aus den letzten Tagen sind sie mit Menschenrechtsverletzungen und Schikanen durch die t├╝rkischen Behörden konfrontiert.

Sie protestieren gegen die rassistische, menschenverachtende t├╝rkische Regierung, die jegliche ihrer rechtmäßig vorgebrachten Forderungen mit Gewalt und Abschiebungsandrohung beantwortet.

Wie die Fl├╝chtlinge berichten, ist ihre momentane Situation unerträglich. Sie befinden sich in einer miserablen Lage. Sie sind ohne jeglichen finanzielle Unterst├╝tzung. Sie finanzieren sich selbst durch illegale billige Arbeit ohne soziale Absicherung. .Oft werden sie von den Behörden bedroht. Sie haben große Angst vor der Ungewissheit ihrer Zukunft und vor den angedrohten Abschiebungen.

Am 13.08.2004 sammelten sich 80 Fl├╝chtlinge vor dem B├╝ro des UNCHR in die Stadt Ankara. Die Fl├╝chtlinge forderten das UN-Fl├╝chtlingskommissariat auf, ihre Anträge auf Asyl in Staaten außerhalb der T├╝rkei ernst zu nehmen Auf ihre Forderungen reagierten die t├╝rkischen Behörden mit repressiven Maßnahmen und brachten die Fl├╝chtlinge in verschiedenen Orten unter, um ihre Proteste zu isolieren. Um weitere Proteste zu verhindern, wurden Fl├╝chtlinge mit Abschiebung bedroht. Seitdem m├╝ssen sie sich jeden Tag bei den Behörden melden.

 Die Situation der Flüchtlinge mit Isolation und Schikanen ist eine direkte Konsequenz der westlichen Flüchtlings- und Migrationspolitik.

Im Zuge der Beitrittsverhandlungen zur EU haben die t├╝rkischen Behörden unter Druck der EU-Regierungen die Maßnahmen zur Absicherung der t├╝rkischen Grenzen gegen Asylsuchende verstärkt.

Die Frauenorganisation 8.März erklärt sich solidarisch mit den Fl├╝chtlingen in der ostanatolischen Stadt Van und unterst├╝tzt ihre Forderungen.

Sie protestiert gegen diese Art von internationaler Migrationspolitik und geschlossene Grenzen.

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