zan_dem_iran@hotmail.com   گفتگوی پالتاکی «کارزار مبارزه علیه خشونت دولتی، اجتماعی و خانگی بر زنان در ایران» / سخنرانان: صدیقه محمدی فریبا امیرخیزی / 23سپتامبر 2018     Womens of 8 March Organization (Iran, Afghanistan)
   
Friday 21st of September 2018
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Die Todesstrafe für Reyhaneh Jabbari, ein Mittel zur Zementierung der Unterdrückung der Frauen im Iran


Die 19jährige Studentin Reyhaneh Jabbari nahm ein Angebot des Arztes Morteza Sarbandi an, als Innenarchitektin seine Praxisräume auszugestalten. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter versuchte sie zu vergewaltigen. Sie verteidigte sich, indem sie den ihn mit einem Messer atackierte und floh. Der Täterstarb an seinen Verletzungen. Rianna konnte das unmöglich voraussehen.

Sie hat sieben Jahre im Gefängnis verbracht, wurde zum Tode verurteilt und steht nun kurz davor erhängt zu werden. Die einzige Möglichkeit, die Todesstrafe auszusetzen, liegt darin, eine offizielle Vergebung von der Familie des Opfers zu erhalten.

Im Rahmen des Rechtssystems der “Islamischen Republik Iran” gibt es für Frauen wie Reyhaneh keine Hoffnung auf Freiheit. Gerade wenn ihr Akt der Selbstverteidigung dazu führte, dass ein Repräsent der Sicherheitsbehörden oder einer deren Verwandten zu Tode kommt. Die Gefahr, dass solche Vorfälle sich wiederholen können ist offensichtlich, wenn man berachtet, wie die Justiz den Sicherheitsbehörden in die Hände spielt. Hier drückt sich ein patriachalischer Geist aus, der Frauen nur als Ware zum Genuss und Gebrauch durch Männer versteht.

Der Richter, der die altertümliche Strafe aussprach, begründete sein Urteil auch dadurch, dass Reyhaneh zum Zeitpunkt der Tat keine Jungfrau mehr gewesen sei. Zudem erklärte er, da Reyhaneh keine Reue ausgedrückt habe, sei es gerechtfertigt, wenn die Familie Sarabandis keine Vergebung ausspräche und Reyhaneh so dem Tode durch den Strang ausliefern würde.

Sarabandis Familie würde durch die offizielle Vergebung der Tat, die versuchte Vergewaltigung eingestehen. Seit vier Monaten ist sie Familie nicht mehr erreichbar und legte auch keine formellen Beschwerden mehr ein.

Die islamischen Gerichte im Iran haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass sie kein Instrument der Gerechtigkeit sind. Wenn der Staat selber der größte Verbrecher ist und Frauenrechte mit Füßen tritt, kann man keine Gerechtigkeit gegen sexuelle Gewalttäter erwarten. Verhandlung und das Urteil gegen Reyhaneh bestätigen ein weiteres Mal die Frauenfeindlichkeit des islamistischen Regimes. Das Urteil dient der Einschüchterung von Frauen und Mädchen, die die Unterordnung nicht hinnehmen und sich widersetzen.

Der Widerstand gegen dieses verbrecherische Urteil enthüllt der Welt aufs Neue die schreckliche Gestalt des iranischen Regimes. Der Kampf zur Befreiung Reyhanehs ist auch damit verbunden das islamistische Regime im Iran zu stürzen, weil sich solches Unrecht sonst tagtäglich wiederholt.

Frauen organisation 8 März  (Iran-Afghanistan)

October2014

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