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Tuesday 21st of November 2017
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Die Todesstrafe fĂŒr Reyhaneh Jabbari, ein Mittel zur Zementierung der UnterdrĂŒckung der Frauen im Iran


Die 19jÀhrige Studentin Reyhaneh Jabbari nahm ein Angebot des Arztes Morteza Sarbandi an, als Innenarchitektin seine PraxisrÀume auszugestalten. Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter versuchte sie zu vergewaltigen. Sie verteidigte sich, indem sie den ihn mit einem Messer atackierte und floh. Der TÀterstarb an seinen Verletzungen. Rianna konnte das unmöglich voraussehen.

Sie hat sieben Jahre im GefÀngnis verbracht, wurde zum Tode verurteilt und steht nun kurz davor erhÀngt zu werden. Die einzige Möglichkeit, die Todesstrafe auszusetzen, liegt darin, eine offizielle Vergebung von der Familie des Opfers zu erhalten.

Im Rahmen des Rechtssystems der “Islamischen Republik Iran” gibt es fĂŒr Frauen wie Reyhaneh keine Hoffnung auf Freiheit. Gerade wenn ihr Akt der Selbstverteidigung dazu fĂŒhrte, dass ein ReprĂ€sent der Sicherheitsbehörden oder einer deren Verwandten zu Tode kommt. Die Gefahr, dass solche VorfĂ€lle sich wiederholen können ist offensichtlich, wenn man berachtet, wie die Justiz den Sicherheitsbehörden in die HĂ€nde spielt. Hier drĂŒckt sich ein patriachalischer Geist aus, der Frauen nur als Ware zum Genuss und Gebrauch durch MĂ€nner versteht.

Der Richter, der die altertĂŒmliche Strafe aussprach, begrĂŒndete sein Urteil auch dadurch, dass Reyhaneh zum Zeitpunkt der Tat keine Jungfrau mehr gewesen sei. Zudem erklĂ€rte er, da Reyhaneh keine Reue ausgedrĂŒckt habe, sei es gerechtfertigt, wenn die Familie Sarabandis keine Vergebung aussprĂ€che und Reyhaneh so dem Tode durch den Strang ausliefern wĂŒrde.

Sarabandis Familie wĂŒrde durch die offizielle Vergebung der Tat, die versuchte Vergewaltigung eingestehen. Seit vier Monaten ist sie Familie nicht mehr erreichbar und legte auch keine formellen Beschwerden mehr ein.

Die islamischen Gerichte im Iran haben in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass sie kein Instrument der Gerechtigkeit sind. Wenn der Staat selber der grĂ¶ĂŸte Verbrecher ist und Frauenrechte mit FĂŒĂŸen tritt, kann man keine Gerechtigkeit gegen sexuelle GewalttĂ€ter erwarten. Verhandlung und das Urteil gegen Reyhaneh bestĂ€tigen ein weiteres Mal die Frauenfeindlichkeit des islamistischen Regimes. Das Urteil dient der EinschĂŒchterung von Frauen und MĂ€dchen, die die Unterordnung nicht hinnehmen und sich widersetzen.

Der Widerstand gegen dieses verbrecherische Urteil enthĂŒllt der Welt aufs Neue die schreckliche Gestalt des iranischen Regimes. Der Kampf zur Befreiung Reyhanehs ist auch damit verbunden das islamistische Regime im Iran zu stĂŒrzen, weil sich solches Unrecht sonst tagtĂ€glich wiederholt.

Frauen organisation 8 MÀrz  (Iran-Afghanistan)

October2014

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