zan_dem_iran@hotmail.com        Womens of 8 March Organization (Iran, Afghanistan)
   
Saturday 23rd of September 2017
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Frauen treten dem √ľberholten Patriarchat des Kapitalistischen-Imperialismus

und religiösen Fundamentalismus entgegen!

 

Der 8. M√§rz, der internationale Frauentag, wird kommen, und wir werden unseren Kampf um den Traum der Emanzipation fortsetzen. Wir visualisieren es den Kampf der Schwestern zusammen mit den unz√§hligen H√§nden der unterdr√ľckten Frauen auf der ganzen Welt zu verbinden, um die tausend Jahre alten Ketten der Unterdr√ľckung, die uns binden, zu unterbrechen.

 
Frauen tragen 2/3 der gesamten Welt-Arbeit, erhalten aber nur 10% des Einkommens und besitzen weniger als 1% des Reichtums. Siebzig Prozent der Armen auf der Welt sind Frauen. Wir sind die wichtigsten Produzentinnen der Welt und tragen ihre Last auf unseren Schultern, aber was ist unser Los?

 

Unser Los besteht neben der immer größer werdenden organisierten staatlichen Gewalt, aus der häuslichen und sozialen Gewalt, die ein Drittel der Frauen weltweit täglich erleben. Es gibt zunehmende Vergewaltigungen, Morde, Ehrenmorde, Prostitution, Erniedrigungen, Beleidigungen und Bedrohungen, sowie ein beispielloser Einsatz von weiblichen Körpern als Ware. Die "Schönheit" der Frauen wird als unser einziges Kapital präsentiert, und die Mutterschaft als die einzige Quelle unserer Identität.

Es herrscht ein Kampf darum, ob unser K√∂rper kontrolliert werden kann, indem er bedeckt oder durch den Staat, die Religion, Tradition und Kultur versteigert, durch die Anforderungen des Marktes gesteuert, und durch die pers√∂nlichen Neigungen von M√§nner beeinflusst wird. So wie es auch ein Kampf ist √ľber die Kontrolle oder den Abbruch unserer eigenen Schwangerschaft entscheiden zu k√∂nnen. Dies ist der Kontext, in dem unser K√∂rper zum Verbrauchsartikel geworden ist, und ihm Tag f√ľr Tag ein bestimmter Preis zugewiesen wird.

 

Unsere K√∂rper sind Waren, die durch eine pornographischen Industrie zu eigenen Ausbildungszwecken massenhaft beworben werden. Sie werden im Menschenhandel verwendet und sind preiswert auf den Sex M√§rkten, in denen sie f√ľr Geld gehandelt werden. In Ehevertr√§gen werden finanzielle Abw√§gungen als v√∂llig legitim betrachtet und durch Gesetze, sowie die √∂ffentliche Meinung verst√§rkt. Letztlich wird¬† diese Ware manchmal sogar kostenlos verwendet wenn Frauen entweder einzeln oder von Banden vergewaltigt werden.

 

Im Grundprinzip der Funktionsweise des patriarchalischen Systems, stehen sich die imperialistischen M√§chte einander gegen√ľber in Bezug auf die Teilung der Welt, und im Namen der "Freiheit" und "Demokratie" f√ľhren sie Kriege um die dritte Welt zu erobern - und immer wieder sind Frauen die ersten Opfer.

Obwohl Frauen die billigsten, gehorsamsten und profitabelsten Arbeitskr√§fte zum Drehen der R√§der des Kapitals sind, nennen sie uns "Hausfrauen" und verstecken unsere extreme Ausbeutung. Sie rechtfertigen unsere niedrigen L√∂hne und rauben uns jede M√∂glichkeit, uns von uns selbst aus zu organisieren. In der dritten Welt zwingen sie uns, unsere kleinen Grundst√ľcke in unseren D√∂rfern zu verlassen und in st√§dtischen Slums eine "inoffizielle" Arbeitskraft im Dienste der Industrie und Zwangsarbeit abzugeben. All das neben der Betreuung von hungrigen und oft verlassenen Kindern. Und wenn wir in den Kampf treten um die bestehende Ordnung zu √§ndern, werden r√ľckst√§ndige islamische Regime zu unserem Los und wieder einmal sind wir die ersten Opfer.

 

Leider hat die Wiederholung unserer Erfahrungen als Frauen im Iran deutlich gezeigt, dass die ideologische Grundlage, die Aussichten und spezifischen Merkmale des islamischen Regimes, die untergeordnete Stellung der Frau, unsere Versklavung und Entrechtung - das ist, wie die religi√∂sen Fundamentalisten mit ihren internationalen Partnern die Fr√ľchte des Kampfes f√ľr Menschenrechte geerntet haben. Vor f√ľnfunddrei√üig Jahren, als das hinter- st√§ndige¬† und Anti- Frauen -Regime als m√∂glicher Ersatz f√ľr den Shah posierte, als sich die Menschen des Iran zum revolution√§ren Kampf erhoben, versuchten die religi√∂sen Fundamentalisten ihre Herrschaft zu legitimieren und den Iran in das kapitalistische Weltsystem zu integrieren. Das Islamisierungsprogramm des patriarchalischen Systems war ihr wichtigster Beitrag zu diesen Bem√ľhungen. Durch die Nutzung der vollen Kraft der Staatsmacht wurden die bedr√ľckenden Beziehungen und Fesselungen der Frauen auf den Grundlagen der Scharia Neufassung. Dies war nicht eine Neugeburt der "ewigen" Kultur der "muslimische Frauen‚Äú, sondern der Kultur und den Beziehungen der islamischen Patriarchaten ist die volle Unterst√ľtzung der staatlichen Repression gegeben worden. Die Islamische Republik schrieb die Unterwerfung der Frauen fest. Um sie gesetzlich durchzusetzen, wurden eine Reihe von Gerichten und Unterdr√ľckungskr√§ften eingef√ľhrt.

 

Die Existenz dieser Kr√§fte sind direkt mit den erlittenen R√ľckschl√§gen, durch die Revolution der heutigen Welt verbunden. Es ist kein Zufall, dass ein islamisches Regime nach dem anderen, entweder durch die imperialistische Invasionen im Irak und in Afghanistan oder im Zuge der K√§mpfe der Menschen im Nahen Osten und Nordafrika etabliert wird. Und in der Mitte dieser Ver√§nderungen sind Frauen die ersten sozialen Kr√§fte, welche kontrolliert und unterdr√ľckt werden. In Afghanistan und im Irak ist es die Legalisierung der Scharia gegen Frauen, in Libyen die Legalisierung der Polygamie , in √Ągypten die beispiellose Zunahme der weiblichen Genitalverst√ľmmelung, in Tunesien und Syrien die Wiederherstellung der Bestrafung durch Steinigung von Frauen, der Anstieg der hejab, ob gesetzt oder willk√ľrlich, alle dies sind unbestreitbar Beispiele eines konzentrierten Ausdruck der Scharia .


All dies repr√§sentiert die realen blutigen Kriege dieser beiden veralteten Kr√§fte - kapitalistischer Imperialismus und religi√∂ser Fundamentalismus ‚Äď um Frauen zu unterwerfen, zu unterdr√ľcken und zu steuern. Diese beiden Kr√§fte sind gleicherma√üen bedr√ľckend und verhalten sich als Br√ľder um ihre gemeinsamen Interessen zu erhalten. Indem sie militarisierte Regimes etablieren, richten sie sich mit Hass und Gewalt gegen Frauen.

 

Wir Frauen sind in der Mitte dieses Krieges, der noch einmal die bittere Geschichte von Geschlechtervergewaltigungen im Namen der Erhaltung und Verteidigung der Jungfr√§ulichkeit wiederholt. Wieder einmal zeigen sich die Z√§hne und Klauen des Patriarchats, mit dem Ziel die K√∂rper von Frauen zu steuern und zu versteigern. Wieder einmal sehen wir die Trag√∂die von mutigen Frauen, die in Massen am Prozess des sozialen Wandels teilnehmen, sich winden und am Ende wieder ohne Ver√§nderung zur√ľck gesto√üen werden. Einmal mehr werden Frauen getrieben um zwischen dem " kleineren und gr√∂√üeren √úbel ", wer sie verletzen wird, zu w√§hlen.


Dies ist die sogenannte demokratische Wahl der Frauen : bevorzugst du es von einer hejab bedeckt zu werden und und unber√ľhrt durch Scharia-Recht "unterst√ľtzt", sowie durch deine m√§nnlichen Herren vergewaltigt zu werden, oder wirst du lieber in den Schaufenstern, die neueste Designer- Mode tragend, verehrt w√§hrend man deinen Preis festsetzt und dich missbraucht? M√∂chtest du lieber neben dem" militanten " m√§nnlichen Vergewaltiger auf dem Tahrir-Platz stehen oder unter den Stiefeln der westlichen Armeen, welche behaupten sie w√ľrden dich unterst√ľtzen? M√∂chtest du lieber eine gehorsame Frau und eine "echte" Mutter im eigenen Land sein, und im Alleingang die schwere Last der Jahre der Kindererziehung ohne die Anwesenheit eines Vaters tragen, oder in den Schaufenstern von Europa und den Bordellen (genannt Harems) der Golfstaaten hocken? M√∂chtest du lieber teilnehmen an dem Prozess der Ausbeutung und Unterdr√ľckung anderer Frauen f√ľr dein pers√∂nliches Interesse und Fortschreiten und von den Gesetzen der kapitalistischen Welt, sowie der patriarchalischen Systeme gesch√ľtzt werden? Vielleicht bevorzugst du es in einigen kleinen oder gro√üen Fabriken und Bauernh√∂fen¬† zu arbeiten und ausgebeutet zu werden. Oder¬† m√∂chtest du lieber eine " Hausfrau " bleiben in der Erwartung dass Gott dich durch seine m√§nnlichen Vertreter in dem Bem√ľhen deine "andere ‚Äď Welt -privilegien‚Äú¬† zu erhalten, besch√ľtzt? M√∂chtest du teilnehmen an dem Bev√∂lkerungszunahme -Programm der Islamischen Republik auf der Grundlage der Scharia, und damit auch mehr Dschihadisten, Inkubatoren der Kirche und religi√∂se Fundamentalisten mittragen?

 

All diese Optionen liegen auf dem endlosen Rad der Wahl zwischen diesen beiden Polen, die veraltetet und morsch sind. Diese beiden Kr√§fte haben keine Zukunft f√ľr die Menschheit. Tats√§chlich schieben die Gefahren des Zusammenbruchs, denen sie beide ausgesetzt sind, sie nicht nur zueinander, sondern bedingen auch dass sich beide unterst√ľtzen. Wenn sie sich den protestierenden Massen stellen, verstecken sie ihre Widerspr√ľche.

Die Dynamik dieses veralteten und r√ľckw√§rtsdrehenden Rad bedeutet, dass der Kampf gegen eine von ihnen, in der Abwesenheit einer klaren Haltung gegen√ľber den anderen, Menschen immer wieder in die Lager des Anderen dr√§ngt. Daher beutetet die Unterst√ľtzung eines dieser beiden Pole, auch wenn es die Absicht ist, gegen sie zu k√§mpfen und sie zu schw√§chen, in der Praxis die tats√§chlich St√§rkung des anderen Pols. Jeder, der ein Opfer der bestehenden Ordnung ist, alle diejenigen, die es hassen und k√§mpfen wollen, um es zu √§ndern, haben schlie√ülich keine andere Wahl, als eine klare Haltung gegen√ľber diese beiden Polen ein zu nehmen und zu k√§mpfen. Frauen stehen im Mittelpunkt dieser widerspr√ľchlichen Situation und dem Kampf gegen diese beiden Pole. F√ľr beide reaktion√§re Pole sind Frauen eine Armee der Arbeit, Fu√üsoldaten des Systems, ein wertvolles Gut, dessen Aufgabe es unerl√§sslich ist, den Betrieb des Systems der Ausbeutung und Unterdr√ľckung aufrecht zu erhalten. Und auf der anderen Seite, aufgrund ihrer strategischen Lage, w√§ren Frauen, wenn sie in die Arena des Kampfes stiegen, mit dem Ziel, sich selbst und die ganze Menschheit zu emanzipieren, in der Lage alle faulen patriarchalischen Barrieren zu zerst√∂ren, ihren historischen Kollaps zu bedingen, und eine neue Welt aufzubauen.


Wegen all diesem, k√∂nnen wir Frauen, durch unseren revolution√§ren internationalistischen Kampf gegen diese beiden √ľberholten und Anti- Frauen Kr√§fte k√§mpfen und ihre von Blut getr√§nkten m√§nnlichen und "heiligen" H√§nde, welche das Leben von Millionen von Frauen zerkleinerten, sie in H√§usern, Fabriken, Feldern, Stra√üen und Bordelle beispiellos erniedrigten, beseitigen.

Nur durch diese Art des Kampfes k√∂nnen Frauen die Weichen f√ľr ihre Emanzipation stellen und eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdr√ľckung erreichen.


Ohne Kampf und den Sturz der beiden veralteten Streitkr√§fte, gibt es keine andere klare Perspektive f√ľr die Emanzipation der Frauen, und in der Tat der ganzen Menschheit, die ohne die volle Beteiligung von Frauen unm√∂glich w√§re.


Frauen Organisation 8 März ( Iran - Afghanistan)

19. Februar 2014


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