zan_dem_iran@hotmail.com        Womens of 8 March Organization (Iran, Afghanistan)
   
Saturday 23rd of September 2017
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Solange die Frauen versklavt sind, ist die Gesellschaft auch versklavt

 

Die Unterdr√ľckung auch nur einer einzigen Frau, verhindert das Freisein aller Frauen!

 

Das patriarchalische Herrschaftssystem ist wieder ein Jahr älter geworden, und unser Widerstand auch! In diesem System werden wir Frauen weiterhin als Sexobjekte gesehen. Sklaverei ist die Realität unseres Lebens. Jene Beziehung, die zwischen Wärtern und Gefangenen herrscht, herrscht ebenfalls in unserem Alltagsleben.

 

Solange Frauenk√∂rper weiterhin gekauft werden, mit Pornografie Geld gemacht wird, M√§nner Frauen ‚Äěkonsumieren‚Äú und t√§glich vergewaltigen, ist niemand von uns frei.

 

Solange der Zwangsheirat und Prostitution entflohenen Frauen ins Gef√§ngnis m√ľssen, sie misshandelt und umgebracht werden, um die Ehre des Mannes oder der Familie zu sch√ľtzen (j√§hrlich 20.000 Ehrenmordopfer), ist niemand von uns frei.

 

Solange Frauen als Sexsklaven verkauft werden ( j√§hrlich 200.000 Frauen unter 14 Jahren), sie sich aufgrund h√§uslicher Brutalit√§t ihrer M√§nner anz√ľnden, Frauen wegen dem Misstrauen der M√§nner lebendig im Gr√§ber beerdigt werden, sie sterben, weil Abtreibung illegal ist und aufgrund ihrer Liebe gesteinigt werden, ist niemand von uns frei.

 

Die Statistik zeigt uns, dass weltweit Frauen bei der Arbeit und zu Hause ungleich behandelt werden. Die Statistik zeigt uns auch, wie die politische, ökonomische und gesellschaftliche Relation zwischen Frauen und Männer aussieht und wie die Machtstrukturen in unsere Gesellschaft verankert sind.

 

Dies alles verdeutlicht, dass Meinungen, Ideologien und Wertungen weltweit von M√§nnern in einem vorherrschenden patriarchalischen System hervorgebracht und beherrscht werden. Mittels Unterdr√ľckung und Gewalt wird dieses System, welches M√§nnern Macht garantiert, permanent erneuert und befestigt. Ein solches System √ľberl√§sst die Kontrolle der Frau dem Mann. Indem M√§nner als Akteure in diesem System agieren, machen sie sich zu Mitt√§tern und Unterst√ľtzern eines Unterdr√ľckungssystems.

 

Die weltweite Gewalt gegen Frauen bewirkte einen globalisierten Widerstand. Der lokale Widerstand der Frauen und der Bruch der Unterdr√ľckung, werden als ein Teil der globalen Frauenbewegung verstanden. Wir¬† lernen von den K√§mpfen unserer Schwestern und freuen uns weltweit √ľber ihre Erfolge.

 

Besonders wir Frauen aus dem Iran, die eine fundamentalistisch-islamische Regierung an der Macht erlebt haben, machten die Erfahrung, dass ein starker Zusammenhang zwischen h√§uslicher und gesellschaftlicher Gewalt besteht, welcher durch bestimmte Staatssysteme hervorgebracht wird. Unmittelbar nach der Macht√ľbernahme der Islamischen Regierung im Jahre 1979, war die Kontrolle der Frau das wesentliche Ziel der reaktion√§ren M√§chte. Die Gewalt gegen Frauen und die Legitimierung der Kontrolle √ľber Frauen in der Gesellschaft ist seit 33 Jahren eine der wichtigsten S√§ulen der frauenfeindlichen Islamischen Regierung Irans.¬†

 

Die Aus√ľbung islamischer Rechte gegen Frauen findet ihren Ursprung in der Erhaltung des Eigentumsrechts der M√§nner √ľber Frauen. Wir iranischen Frauen leisten zusammen mit den Frauen auf der ganzen Welt Widerstand gegen h√§usliche, gesellschaftliche und staatliche Gewalt. Uns ist bewusst, dass der Kampf und der Widerstand der Frauen im engen Zusammenhang mit dem globalen Widerstand gegen patriarchalisch-kapitalistische Systeme steht, welche Produktion und Reproduktion von Gewalt¬† gegen Frauen und anderen Minderheiten zur Aufrechterhaltung ihres Systems ben√∂tigen.

 

Ohne ein Beenden des Eigentumsrechts der M√§nner √ľber Frauen, kann kein Mensch auf der Welt frei sein.

 

26. November 2012

8. März, Frauenorganisation (Iran-Afghanistan)

 
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