zan_dem_iran@hotmail.com        Womens of 8 March Organization (Iran, Afghanistan)
   
Saturday 23rd of September 2017
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Die ersten Schritte f√ľr die Freiheit der Frauen sind:

Trennung von Religion und Staat und Sturz des islamistisch-frauenfeindlichen Regimes!

 

Der internationale Frauentag steht vor der T√ľr und unser Herz schl√§gt schneller. Unser Blick richtet sich auf die Anstrengungen unserer Schwestern in der ganzen Welt. Wir gehen mit Ihnen Hand in Hand und k√§mpfen gemeinsam f√ľr eine Welt ohne Geschlechter-Diskriminierung.

 

Wir sind w√ľtend geworden, gemeinsam mit den Frauen in Tahrir-Platz in √Ągipten und protestieren gemeinsam mit den Frauen in der Wall Street und fordern die Verteidiger der "Demokratie und dem kapitalistischen Welt Systems" heraus. Solidarisch erheben wir unsere Stimme mit den liberischen Frauen und rufen: Wir wollen kein Scharia Gesetz! Wir begleiten die griechischen Frauen auf die Stra√üe und entlarven das System des pseudodemokratischen Europas und setzen uns gemeinsam mit den Frauen in Amerika f√ľr ihre Abtreibungsrechte ein.

‚ÄěIch bin die Stimme der Rebellen. Ich bin frei und meine Welt ist es auch (‚Ķ).‚Äú Amol Al-Maslosis Stimme ert√∂nt aus den gesperrten Stra√üen von Tunesien. Die tunisische S√§ngerin erwies uns, dass die Frauen mutiger und st√§rker geworden waren und die Schlagzeilen der Medien eroberten, was auch dazu beitrug, dass sich das Bild der moslemischen Frauen ver√§nderte.

 

Vor 33 Jahren haben die iranischen Frauen die historische R√ľcklage durch Macht√ľbernahme der islamistisch-frauenfeindlichen Regierung erlebt. Wir bef√ľrchten und machen darauf aufmerksam, dass sich diese Geschichte in den arabischen L√§ndern nun wiederholt. Wir sind Zeuge, dass im Iran - vom Aufstand in 1979 bis √ľber die Proteste in 2009 hinaus - die Forderungen der Frauen stark vernachl√§ssigt werden. Die revolution√§ren, progressiven Kr√§fte bezeichnen die Forderungen der Frauen als "unerheblich‚Äú und √ľbergehen diese, indem die behaupten, dass die Forderungen der Frauen nicht zu den Hauptanliegen der Revolution geh√∂ren. 

 

Seit mehr als 30 Jahren leben iranische Frauen unter dem islamistischen Regime, welches in seiner Grundideologie Frauen gegen√ľber feindlich gesinnt ist. Wesentliches Merkmal der islamistischen Herrschaft ist vollkommene Rechtlosigkeit f√ľr die unterdr√ľckte Frau. Die Frauen haben eine sklavische Stellung in dieser Gesellschaft. Seit mehr als drei Jahrzehnte sind iranische Frauen Gefangene in einem Gef√§ngnis namens "Verschleierung". Das erzwungene oder freiwillige Tragen des Hejabs ist ein Symbol f√ľr die Sklaverei und wird von der einen H√§lfte der Bev√∂lkerung genutzt, um die andere H√§lfte zu markieren, zu beherrschen und zu unterdr√ľcken.

Wir, die iranischen Frauen sind besorgt und bef√ľrchten, dass sich eine Wiederholung dergleichen in arabischen L√§ndern vollzieht.

Wir sind uns dar√ľber bewusst:

¬∑             Der Islam in einer Machtposition, der Vollzug des Scharia Gesetzes bringen nichts als Herabstufung der Frau, deren Erniedrigung und absolute Rechtslosigkeit.

 

¬∑             Dass die islamistische Machtaus√ľbung und der Vollzug der Scharia in iranischer oder in islamischer Theokratie, im talibanischen Fundamentalismus, im traditionellen Saudi Arabien, in der T√ľrkei, im Irak oder in Afghanistan die Herabstufung der Frau, deren Erniedrigung und deren absolute Rechtslosigkeit bewirkt.

 

Am 8. M√§rz 1979 organisierten wir die gr√∂√üte Demonstration gegen die ‚ÄěZwangsverschleierung". Wir haben viele Erfahrungen gesammelt, um gegen das islamistische Regime zu k√§mpfen. Wir wissen, dass ein erster Schritt zur Emanzipation der Frau eine klare Trennung zwischen Staat und Religion ist! Dies kann nur erreicht werden, wenn die frauenfeindlichen Strukturen der Islamistischen Republik komplett ausgeschaltet werden.

 

Wir werden am 8 März auf die Straße gehen und schreien: Der solidarische Kampf mit unsere Schwestern und anderen oppositionelle Kräften ist der erste Schritt zu einer Trennung von Religion und Staat in diesen Ländern.

Die Botschaft f√ľr die Frauen im Iran und f√ľr unsere Schwestern in der ganzen Welt ist:

 

¬∑             Im Kampf gegen Fundamentalismus m√ľssen wir uns gegen die traditionell ausgelegten Br√§uche richten, die von Islamisten zur Unterdr√ľckung der Frau genutzt werden.

¬∑             Durch unseren gezielten und fortdauernden Kampf, k√∂nnen wir die islamischen Reaktion√§re und ihren imperialistischen Unterst√ľtzer nieder dr√ľcken, die sich hinter dem Vorwand von "Humanit√§re Interventionen" verstecken und hierdurch das Leben von Millionen irakischen und afghanischen Frauen zu Grunde richten.

 

In Libyen wurden Polygamie und Scharia Gesetze den Frauen durch den √úbergangsstaat¬† aufgezwungen. Bis zum heutigen Tag behaupten imperiale Unterst√ľtzer die Menschenrechte und Frauenrechte im Iran zu unterst√ľtzen. Dennoch wissen wir, dass patriarchalische Imperialisten zu Ihren Gunsten handeln. Wir iranische Frauen werden das nicht zu lassen.

  

Wir m√ľssen die Hindernisse erkennen und f√ľr das unm√∂glich erscheinende k√§mpfen. Wir m√ľssen¬† und positionieren und emanzipierte Anspruche erheben, um √ľber die altert√ľmlichen, stark religi√∂sen, kapitalistischen und patriarchalen Verh√§ltnisse hinweg zu kommen.

 

Der Weltfrauentag soll ein großer und prachtvoller Tag sein, der gegen das herrschende patriarchalische System in der Welt veranstaltet wird. Schließ Euch an!

 

März 2012

 

Frauenorganisation 8März (Iran-  Afghanistan)

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